
Unternehmen nutzen Viral Marketing nicht
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| verfasst von: Roland Kissling | 19|12|2006 | |
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| Virtuelle Mund-zu-Mund Propaganda ist in Unternehmen noch ein Fremdwort. Laut einer neuen WU-Studie liegt derzeit großes Potenzial brach. |
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Unternehmen nutzen kaum das große Potenzial virtueller Mund-zu-Mund-Propaganda, hat eine neue Studie der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) ergeben. Dabei wäre das Potenzial hoch. Laut der Studie „Implikationen virtueller Gemeinschaften für die Produkt- und Programmpolitik am Beispiel der Unterhaltungseletronik-Branche“ kann virtuelle Mund-zu-Mund-Propaganda für Unternehmen eine wertvolle Ressource darstellen, um produktrelevantes Wissen ihrer potenziellen Kunden zu erfassen und zu verwerten: Das Produktmanagement erhält konkrete Einblicke in Kaufentscheidungen und Produkterfahrungen der Kunden. Weiters zeigen Konsumenten, die sich im Internet zu Produkten äußern, in vielen Fällen ein hohes innovatives Potenzial. Durch geeignete Methoden wie ZB Workshops mit erfahrenen Anwendern oder Ideenwettbewerbe könnten Unternehmen dieses Potenzial im Rahmen ihrer Produktentwicklung nutzen. Zusätzlich betont die Studie die große Bedeutung virtueller Gemeinschaften, wie etwa Foren für Kunden, für den Kundendienst von Händlern und Herstellern. Insbesondere Kaufberatung und gegenseitige Hilfeleistung bei produktrelevanten Fragen können dazu beitragen, kostengünstig das Informationsbedürfnis der Konsumenten auf Grund der immer komplexer werdenden Produkte zufrieden zu stellen und die Beziehung zu den Kunden damit zu intensivieren. VIRTUELLE MUND-ZU-MUND PROPAGANDA ZIEHT Mund-zu-Mund-Propaganda gibt es im Internet in vielfältiger Form. In einer zweiten Studie mit dem Titel „Die Rolle virtueller Mund-zu-Mund-Propaganda bei der Führung von Herstellermarken“, die am Institut für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik der WU von Petra Dollmann durchgeführt wurde, wurden acht verschiedene Arten identifiziert, in denen Konsumenten ihre Meinung zu Produkten kundtun können. Die Bandbreite reicht von Meinungsäußerungen in Online-Shops bis hin zu „Marken-Gemeinschaften“, in denen Verehrer von Produkten ihre Begeisterung miteinander teilen. Besonders Unterhaltungselektronik-Artikel wie beispielsweise Digitalkameras sind solchermaßen viel diskutierte Produkte. ANGST VOR EIGENTOR Die Wirkung solcher Meinungsäußerungen auf das Image von Unternehmen ist unbestritten. Dennoch, wie die Expertenbefragung bei Firmen aus der Unterhaltungselektronik zeigt, setzen sich Unternehmen mit dieser Thematik kaum auseinander. Gründe, die hierfür genannt werden, sind vielfältiger Natur. Es herrscht vielfach Unsicherheit, wie mit virtueller Mund-zu-Mund-Propaganda umgegangen werden soll. Darüber hinaus stehen in den meisten Fällen nur mangelnde Ressourcen zu Verfügung, um systematisch mit dieser Form des virtuellen Feedbacks umgehen zu können. In der Studie werden auf Basis der vorherrschenden Situation unterschiedliche Handlungsstrategien vorgestellt, die je nach Situation des Unternehmens Optionen zum sinnvollen Umgang mit virtueller Mund-zu-Mund-Propaganda darstellen. Beispiele hierfür sind Stellungnahmen zu gemachten Vorwürfen oder das Angebot eines eigenen Forums, in denen sich Kunden zu den Produkten austauschen können. |
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